HAFEN UND INDUSTRIE AM NECKAR

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Am 31. März 1958 erreicht erstmals ein Güterschiff den Stuttgarter Hafen. Der neue Binnenhafen wird nach etwa drei Jahren Bauzeit von Bundespräsident Heuss eröffnet.
Stuttgart's Binnenhafen
Er ist der vorläufige Endpunkt eines 188 Kilometer langen Wasserweges für die Großschifffahrt, der Stuttgart, über den Rhein, mit dem Seehafen von Rotterdam verbindet. Von dort aus gehen die Güter weiter in alle Welt.
Hafen Obertürkheim :: Neckar Kilometer 188
Binnenschiffe transportieren meist Massengüter wie Kohle oder Schrott, und seit Eröffnung des Container-Terminals in Obertürkheim auch Stückgut.



Container-Kran im Obertürkheimer Hafen
Kran und Eisenbahn gehören auch zum Stuttgarter Hafen.
Fahrkran in Stuttgart's Binnenhafen
Obertuerkheim's Binnenhafen mit seinen Lagereien, Hallen, Speditionen und dem Container-Terminal ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Industrie der Region Stuttgart.

Untertürkheim und die Autofabrik

Untertürkheimer Kraftwerk
Das Untertürkheimer Wasserkraftwerk wurde 1899 durch Baumeister Lusser an einem Nebenarm des Neckars erbaut. Neben der Nutzung als Kesselhaus für zwei Dampfturbinen, wurde ab 1903 eine dritte Turbine mit Wasserkraft betrieben. Die Daimler Motorenwerke wurden ab 1904 mit Strom beliefert. Die Nähe zu diesem Kraftwerk war damals der entscheidende Standortvorteil. Heute hat der Standort eine 750 Kilowatt Kaplanturbine und drei Francis-Turbinen mit je 250 kW Leistung.
Schleuse in Untertürkheim bei Neckar-Kilometer 186
Schleuse Untertürkheim bei Neckar-Kilometer 186: Das Obertor wurde 1955 als Hubtor erbaut, Kammerentleerung und Befüllung erfolgen über die Torbewegung. Das Untertor ist ein Stemmtor mit Rollschützen.

Schleusenwehr Untertürkheim bei Neckar-Kilometer 186,5
Die alte Staustufe in Untertürkheim bestand aus einem vierfeldrigen Wehr von 1923. Die alten Hackenschütze wurden ab 2006 durch neue Rollschschütze mit Aufsatzklappen ersetzt, ebenso wurden die Wehrpfeiler erneuert, mit größeren Pfeilerhäusern zur Unterbringung der Getriebetechnik.

Bad Cannstatt

Berger Steg über gefrorener Eisschicht
Der Berger Steg zwischen dem Cannstatter Wasen und dem Stuttgarter Stadtteil Berg. Nach dem Volksfest oder Frühlingsfest ein strategisch wichtiger Weg nach Hause.
Berger Steg in Bad Cannstatt
Erbaut wurde die 80 Meter lange Stahlkonstruktion 1928 durch das Stuttgarter Tiefbauamt. Beim Ausbau zur Schifffahrtsstraße 1958 wurde der Fußgängerüberweg an einem Stahlbogen aufgehängt um den Mittelpfeiler entfernen zu können.
Eisszeit in Stuttgart
Den Neckar mit geschlossener Eisschicht nur zur Eiszeit!

Cannstatt Wehr und Kraftwerk bei Neckar Kilometer 182
Der Entwurf zu Kraftwerk und Staustufe stammt von dem Architekten Paul Bonatz und wurde 1927 ausgeführt. Über dem Wehr verläuft die König-Karls-Brücke. Beim Wiederaufbau nach dem Krieg entschied man sich hier für eine neue Stahlkastenbalken Konstruktion und verbaute zwei der historischen Brückenfelder 1946 in Plochingen für die Brücke nach Wernau.

Schleuse Stuttgart-Bad Cannstatt bei Neckar Kilometer 182,7
Das Obertor wurde 1956 als Hub-Senktor ausgeführt, das Untertor als Hub-Kipptor. Kammerentleerung- und befüllung erfolgen somit über die Torbewegung. Bis 2025 sollen alle 27 Schleusen des Neckars auf 135 Meter Länge und 12 Meter Breite ausgebaut werden.
Schleuse Stuttgart-Bad Cannstatt bei Neckar Kilometer 182,7

BRÜCKEN AM FLUSS

Rosensteinbrücke bei Neckar Kilometer 182
Die Rosensteinbrücke ist eine Stampfbetonbrücke auf der Eisenbahnstrecke zwischen Cannstatt und dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Erbaut 1914 und seit 1946 wieder in Betrieb, soll sie jetzt im Rahmen von Stuttgart 21 ersetzt werden. Vorgängerbauten waren eine 1846 in Holzbauweise erbaute Brücke für die Zentralbahn und eine gusseiserne Konstruktion von 1858. Richtung Stuttgart verschwinden die Züge in einem historischen Eisenbahn-Tunnel unter dem Schloss Rosenstein der ab 1844 von Bezirksinspektor Kalbfell erbaut wurde.

Holzsteg bei Neckar Kilometer 182
Mit 158 Metern, eine der längsten Holzbalkenbrücken der Welt. Die Geh- und Radwegbrücke über den Neckar wurde als Zweigelenk-Fachwerkrahmen von Architekt Dieter Sengler und Ingenieur Julius Natterer entworfen und 1976 von den Ostbayrischen Holzbauwerken ausgeführt.

Neckarschifffahrt
Hier bietet der Neckar-Käptn persöhnlich Linien- und Erlebnisfahrten zu verschiedenen Anlegestellen flußauf und flußab an. Hat man genug Zeit, geht es mit dem Schiff bis nach Marbach. Neben dem Flagschiff, der MS Wilhelma, ist auch das Stuttgarter Partyfloß sehr beliebt.

KRAFTWERKE IN STUTTGART

Travertin Säulen
Travertin Säulen am Steinbruch und Travertinwerk Alfred Lauster in Stuttgart-Münster 1938 von Albert Speer für ein Berliner Mussolini Denkmal bestellt und nie abgeholt.
Im Hintergrund: Die Rauchgasentschwefelungsanlage des Kraftwerk Münster (Müllverbrennung) ab 1986 erbaut durch die Architekten Hanspeter Klein und Wolf-Dieter Breucha.

Kraftwerk und Schleuse Stuttgart-Hofen bei Kilometer 176
Das am 11. Februar 1935 in Betrieb genommene Wasser-kraftwerk bei Kilometer 176 in Hofen wurde unter Leitung von Bauingenieur Otto Konz mit Paul Bonatz erbaut.
Kraftwerk und Schleuse Stuttgart-Hofen bei Neckar-Kilometer 176
Das Obertor wurde 1955 als Hubsenktor, das Untertor als Hubdrehtor, ausgeführt. Kammerentleerung- und befüllung erfolgen also über die Torbewegung. Hubhöhe 6,8 Meter.



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Neckarbrücke Mühlhausen :: Neckar Kilometer 176
Der Hofener Steg ist eine Fußgänger- und Radwegbrücke, ab 2008 erbaut durch Planungsgemeinschaft Ingenieur- büro Mayr Ludescher mit Wulf und Partner Architekten. Die 80 Meter lange und 175 Tonnen schwere Stahlkonstruktion wurde in Hofen vormontiert und mit Schwimmkran und Autokran über dem Neckar in Position gebracht.