DIE MUTTER GOTTES UND DIE HEILIGEN

Verehrung

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Papst Johannes XXIII. in Norditalien verehrt hier auf einem Gemälde von Yan Pei-Ming
Papst Giovanni XXIII

Durch Betonung seiner göttlichen Natur wird Jesus Christus mit der Zeit immer weiter in die Ferne gerückt, fort vom Kirchenvolk. An seine Stelle treten die mütterliche Gestalt der Maria und zahlreiche Heilige.
Prozession und Verehrung

Der Sohn Gottes, der sich für uns geopfert hatte, findet sich in den Darstellungen der sakralen Kunst meist als kleines Kind wieder oder gar tot, nachdem er verprügelt und gekreuzigt wurde - wo ist der, der im Zorn die Tische der Händler und der Geldwechsler vor dem Jerusalemer Tempel umgeworfen hat, wo der Meister der Gleichnisse?
Karolingische Skulptur der Mutter Gottes
Die thronende Madonna mit Kind diente, als Umdeutung bereits vorhandener Mutter- gottheiten schon vor karolingischer Zeit der Missionierung heidnischer Stämme.

Madonna

Schutzmantelmadonna von Lucas Gastl.
Schutzmantelmadonna

Madonna und Kind wurden vom Bildhauer Josef Henselmann mit Silber umkleidet, um sie so in's Transzendente zu übersteigern.
Madonna Transzendent

Madonna mit Kind in reduzierter Fassung
Madonna als moderne Kunst

Krönung Mariens 1956 Josef Henselmann
Krönung Marias

Maria und Bernadette in der Lourdesgrotte
Lourdesgrotte

St. Florian, St. Florian verschon' mein Haus zünd and're an... Relief in Zedernholz 2009 von Stefan Balkenhol
Florian

Madonna geschnitzt 13. Jhd. aus Spanien
Madonna 13. Jahrhundert aus Spanien


Reliquien

Eine Reliquie ist meist das Körperteil eines Heiligen, enstammt seinem persönlichen Besitz oder kam mit Ihm oder Ihr in Berührung. Der Volksfrömmigkeit dienten Reliquien, vor allem im Mittelalter, zur religiösen Verehrung und zur Andacht.
Reliquie der Heiligen Edith Stein
Ein Stück Professkleid der Heiligen Edith Stein ist eine echte Berührungsreliquie und befindet sich in der Reliquienkammer im Kaiserdom zu Speyer.

Ebenfalls in der Kammer ein Knochen aus dem Skelett des Seligen Paul Josef Nardini, der 1855 den Orden der Mallersdorfer Schwestern begründete und sich als Pater um verwahrloste Kinder der Gemeinde kümmert. Reliquien ex ossibus aus dem Skelett sind erstklassig.
Reliquie des Seligen Paul Josef Nardini

Katakombenheilige sind exhumierte früh- christliche Märtyrer aus Rom's Katakomben. Sie fanden ab 1563 häufiger Ihren Weg über die Alpen. Damals hatte das Trientiner Konzil im Zug der Gegenreformation die Verehrung von Reliquien empfohlen um Gläubige zurückzugewinnen.
Gebeine des Heiligen Alexander
Im Konvent der Augsburger Sternschwestern wurden diese Gebeine reich verziert mit Gold, Edelsteinen, Wachsperlen und Brokat.

Gebeine der Frankenapostel Kilian, Totnan und Kolonat im Kiliansschrein in der Gruft der Würzburger Stiftskirche Neumünster
Stift Neumünster in Würzburg

Das Reliquiar des Diener Gottes Johannes Duns Skotus im Wallfahrtsdom von Neviges beinhaltet die Elle seines rechten Unterarmes. Der in Schottland geborene Theologe war Franziskaner und verhalf der Lehre von der unbefleckten Empfängnis Mariens, mit scharfsinniger Argumentation, zum endgültigen Durchbruch.
Er verstarb 1308 im heiligen Köln.
Reliquiar im Wallfahrtsdom Neviges

Im Altar katholischer Kirchen sind Reliquien eingemauert. Dazu dienen Reliquiare aus Glas: Mit Wachs verschlossene Gläser die fortan unsichtbar im Sepulcrum, dem Reliquiengrab des Altars, lagern.
Reliquiare
Auch der Islam kennt die Verehrung von Reliquien. In der indischen Stadt Srinagar im Bundesstaat Jammu und Kashmir wird in der Hazrat Bal Moschee ein Haar aus dem Bart des Propheten Mohammed aufbewahrt. Dort befindet sich auch der Roza Bal Schrein, der als Grab Jesu bezeichnet wird.

PIETA

Vesperbild
Eine Pieta ist die Darstellung Marias mit dem leblosen Körper Jesu auf den Knien. Das Motiv wurde um 1300 gebräuchlich und wird auch oft Vesperbild genannt.

Nenninger Pieta 1774 von Ignaz Günther.
Nenninger Pieta

Michelangelo's Marmor Pieta im Petersdom ist die bekannteste Darstellung. Das Gesicht der Mutter ist jedoch nicht verzerrt vor Schmerz, vielmehr weiß Sie um die letztliche Vollendung der Leiden Jesu's
Pieta von Michelangelo

Pieta, Vorraum der Krypta im Kloster Hegne.
Kloster Hegne

Mutter hält Sohn. Kirche Mater Dolorosa
Die Mutter hält ihren Sohn

Skulptur aus Holz im Uracher Kreuzweg
Pieta Skulptur

Glasierte Keramik in einer Seitenkapelle
Augsburger Pieta

Pieta in der Munderkinger Wallfahrtskirche
Kloster Hegne

Vollendung des heilbringenden Leidens

Pieta als Andachtsbild
Andachtsbild in der von dem Mönch und Maler Notker Becker ausgemalten Marienkapelle Oppenheim.

GNADENSTUHL

Ich und der Vater sind eins... im Mittelalter entstand ein neuer Bildtypus zur Darstellung der Trinität von Gott dem Vater und der Taube als Symbol für den Heilgen Geist und als Verbindung zu Jesus.
Gnadenstuhl Christi
Gottvater hält trauernd den Leichnam seines Sohnes auf dem Schoß - Jesus war Fleisch geworden, ist für unsere Sünden gestorben und wird nun auferstehen.
Gnadenstuhl
Gott offenbart dadurch seinen Heilsplan, den für uns bestimmten Weg zu ihm. Seine Trauer zeigt gleichzeitig seine Gegenwart. Er ist mit uns, wir sind nicht allein in unserem Kampf gegen die Versuchungen zur Sünde.

JESUS

Jesus am Kreuz
Von einem unbekannten Meister geschnitzter Torso aus dem 13. Jahrhundert aus Spanien.

Jesus lebt in Los Angeles
Jesus lebt! Auch diese Darstellung auf einer Hauswand in Los Angeles hat ihre Wurzeln in der spanischen Kultur.

Jesus in Emmaus
Jesus lebt und erscheint seinen Jüngern in Emmaus. Betonrelief von Gottfried Gruner.

Jesus im Tympanon
Jesu's Kreuzigung als Relief im Tympanon.



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Ölberg
Sandstein Ölberg gehauen von Caspar Vogt.