VIA DOLOROSA DER LEIDENSWEG JESUS

Der Kreuzweg

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Erste Kreuzwege in Deutschland entstehen um 1500 in Lübeck, Görlitz, Nürnberg oder Bamberg. Während einer Jerusalem Wallfahrt wurde die exakte Anzahl der Schritte notiert und dann hierher übertragen.
Aus zwei Stationen werden im Laufe der Jahrhunderte bis zu fünfzehn. Immer mehr rücken die Bildtafeln in den Fokus derer, die an Ostern Jesus näher kommen wollen.

Verurteilung durch Pontius Pilatus
I. Verurteilung durch das Volk vor Pontius Pilatus, römischer Stadthalter in Jerusalem

Kreuz von Emil Sutor
II. Jesus nimmt das Kreuz auf.

Via Dolorosa in Jerusalem
Der Leidensweg Jesus Christus

Heilsweg
III. Heilsweg der Kirche St. Vinzenz Pallotti in Salzburg. Vierzehn geschnitzte Bildtafeln

Kreuzweg von Gerhard Tagwerker
IV. Jesus begegnet der Mutter. Bronzetafeln 1974 von dem Bildhauer Gerhard Tagwerker

Innendekoration 1992 Helmut Lutz
V. Nicht Simon von Cyrene hilft das Kreuz zu tragen sondern 3 Ministranten der Gemeinde

TARIQ AL ALAM

Veronika
VI. Veronika reicht ihm ein Tuch

Jesus fällt zum zweiten Mal
VII. Jesus fällt zum zweiten Mal. Kreuzweg der Apostel-Kirche in Rastatt 1991 von Josef Michael Neustifter

Kreuzweg im Marienhospital Stuttgart
VIII. Jesus begegnet den weinenden Frauen
Marienhospital Stuttgart 1990 J. M. Hoppe

Fallen unter der Last des Kreuzes
IX. Sein wiederholtes fallen unter der Last des Kreuzes

Jesus wird seiner Kleidung beraubt
X. Er wird seiner Kleidung beraubt. Mosaik von Sepp Vees in Ebersbach an der Fils

Kreuzweg Jesu
XI. Von einem Holigan an's Kreuz genagelt

Kreuzweg Jesu
XIII. Jesus wir vom Kreuz genommen

Kreuzweg der Bürgersaalkirche
XIV. Beweinung in lebensgroßen Figuren

Jesus, auferstanden von den Toten
XV. Der Auferstandene in Bronze von
der Bildhauerin Anita Rist-Geiger

Entstehung und Geschichte

Ein heutiger Kreuzweg besteht meist aus 14+ Stationen, die von Jesu's Verurteilung zum Tod, seiner Kreuzigung bis zur Grablegung und seiner Auferstehung berichten.
Die Darstellungen finden meist in Bildern oder Reliefs ihren Ausdruck. In den letzten Jahrzehnten sind durch die Beauftragung moderner Künstler auch sehr abstrakte Interpretationen entstanden.

Laut den Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen der Deutschen Bischofskonferenz wird für jeden Kirchenraum ein Kreuzweg empfohlen, es ist zudem dafür zu sorgen, daß man ihn auch tatsächlich gehen kann.
Man erinnert so vor allem während der Osterzeit bzw. am Karfreitag an die Leiden Jesu's.

In der Herz-Jesu-Kirche Nattheim beginnt der Kreuzweg mit dem Einzug Jesu's in Jerusalem auf einem Esel
Kreuzweg der Kirche in Nattheim

Jesus sprach zu Petrus: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen...
Noch ehe der Hahn kräht

Dreimal leugnet Petrus Jesu' bevor der Hahn kräht. Der Kreuzweg wurde 1966 von Sepp Biehler gestaltet
Der Hahn kräht...

In der Nacht vor seiner Kreuzigung betet Jesus im Garten Getsemani: Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber.
Jesus betet im Garten Getsemani

Donaueschinger Kreuzweg von Udo Körner
Der Kreuzweg Jesus in Donaueschingen

Keramik von Schwester Regina Holzhauser
Kreuzweg der Kirche St. Pius Haunstetten

Monochrome Tafeln von Jörg Niederberger
Kreuzweg der Kirche in Uetikon am See

Josef Henger's Stationen in Dornstadt
Kreuzweg von Josef Henger

Wand mit Stationen in Burgstall
Kreuzweg in Burgstall

Heilsweg 1991 von Pater Peter Klein
Heilsweg in Salzburg von Pater Klein

Kreuzweg von Tony Nwachukwu in Möckmühl
Kreuzweg von Tony Nwachukwu

Da eine Pilgerreise nicht einfach durchzuführen war entstanden um 1500 erste Kreuzwege in Deutschland. Meist ein wirklicher Weg auf einen Berg hinauf, der von den bildlichen Darstellungen der Stationen gesäumt wurde. Mitunter wurde auch ein richtiges Holzkreuz mitgetragen.

Beispiel Lübeck: Hinrich Constin, ein reicher Kaufmann und Ratsherr hatte seine Frau in den Tod getrieben und es nachher bitterlich bereut.
Er pilgerte in's gelobte Land, um Buße zu tun und seinen Seelenfrieden wiederzufinden. Nach sein Rückkehr finanzierte er 1468 einen Kreuzweg mit sieben Sationen im Abstand von 1650 Metern, den er selbst vermessen hatte!

Um 1700 begann man Kreuzwegstation an den Innenwänden der Kirchen darzustellen und aus dem gegangenen Weg wurde eine Andacht.
Der Franziskaner Leonhard von Porto Maurizio (1676 -1751) setzte sich damals besonders für diese Form der Andacht ein: Er predigte in ganz Italien und errichtete als Volksmissionar über 570 Kreuzwege.

Damals entstanden auch fünf der Volksfrömmigkeit zugeschriebene Stationen: Das dreifache Zusammenbrechen Jesu, die Begegnung mit seiner Mutter, Veronika mit dem Schweißtuch.




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Kreuzweg von Paul Brandenburg
Kreuzweg von Paul Brandenburg in Biberach